Die Erlanger Hornhautbank
Herkunft der Transplantate
Neue Transplantationstechniken und die Entwicklung besserer Medikamente helfen keinem Patienten, wenn die Spenderhornhaut fehlt. In den vergangenen Jahren haben sich die Wartelisten für Hornhauttransplantationen nicht verkürzt, sondern mancherorts sogar verlängert. Nach wie vor können statt der jährlich erforderlich 7.000 - 8.000 Keratoplastiken nur 4.000 - 5.000 durchgeführt werden. Nicht einmal für diese ungenügende Zahl von Operationen reichen die in Deutschland gewonnenen Spenderhornäute. Ein beträchtlicher Teil muß nach wie vor eingeführt werden, vor allem aus den Niederlanden und den U.S.A. Eine internationale Schlüsselrolle bei Organtransplantationen spielt die BIS Foundation.
Hornhautspender aus dem nordbayerischen Raum
Bereits Ende der achtziger Jahre haben Augenkliniken weltweit sogenannte Hornhautbanken eingerichtet. Die bekanntesten zentralen Stellen sind dafür in Europa die European Eye Bank Association und in Amerika die Eye Bank Association of America. In den dort verzeichneten Hornhautbanken sind verfügbare Spenderhornhäute und deren Verbleib dokumentiert. Sie dienen aber auch dem wissenschaftlichen Austausch. Als der Bedarf stieg, wurde 1994 auch in Erlangen eine Hornhautbank eingerichtet. Mittlerweile gibt es in Deutschland 23 Kornea-Banken.
Dipl. Biologin Kerstin Blüthner ist die Transplantationskoordinatorin und Laborleiterin der Kornea Bank Erlangen. Obwohl sie mittlerweile ein Netzwerk zu den Kliniken der Umgebung aufgebaut hat, decken die Spenderhornhäute noch lange nicht den Bedarf.
Beinahe jeder kann Hornhautspender werden. Selbst Kurz- oder Weitsichtigkeit oder hohes Alter vermindern die Qualität einer Spenderhornhaut nicht. Sollten Sie sich entschließen wollen, Spender zu werden, informieren Sie Ihre Familie.
Einen Organspendeausweis finden Sie hier.
